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Design Thinking-Seminar thematisiert den demografischen Wandel

Wohnen 2030: Neue Konzepte für alte Menschen

M. Guffroy bei Präsentation
Nutzerorientierte Ideenentwicklung auf Basis von umfangreichen Recherchen und Interviews mit der Zielgruppe ist das Kennzeichen von Design Thinking als Managementtechnik (Foto: Maria Brasch).

01.04.2014
Das Problem unscharf, der Prozess ergebnisoffen und das Produkt zukunftsrelevant. Im Seminar Design Thinking bei Prof. Dr. Ulrich Kern ging es um ein Thema, das die Gesellschaft langfristig verändern wird: der demografische Wandel. Semesteraufgabe für die angehenden Designmanager/innen war es, mit Hilfe der Innovationstechnik Design Thinking zukunftsorientierte Konzeptideen für alte Menschen zu entwickeln – Wohnen 2030.

Innovative Ideen zum Sprudeln bringen
Der Imagination waren keine Grenzen gesetzt: Die Konzeptansätze konnten sich auf Produkte beziehen (z.B. Kühlschränke mit altersgerechter Ergonomie), auf Funktionsräume (z.B. Badezimmer mit digitaler Gesundheitsanalyse) oder genauso auf Bauelemente (z.B. Schwingtüren für Rollator-Benutzer). Aber denkbar waren auch Gadgets (z.B. sprechender Arzneischrank mit Textfunktion) oder Dienstleistungen (z.B. kommunikatives Kochen unterschiedlicher Generationen). Die Leitgedanken konnten weit in die Zukunft gedacht sein, sollten aber immer ein reales Problem lösen und in der Konzeption eine plausible Machbarkeit und Nutzenargumentation für Dritte haben.
P. Wienczowski und andere bei Präsentation
Präsentationen und konstruktiver Austausch zwischen den studentischen Design Thinkern verbessern die Ergebnisqualität (Foto: Maria Brasch).

Mehr Sicherheit und Lebensqualität für das Wohnen im Alter
Im Seminar „Design Thinking“ bei Prof. Dr. Ulrich Kern trainierten die Studierenden die Dynamik kreativer Managementprozesse, um Produktentwicklungsprozesse zu initiieren. Heraus gekommen sind Produktideen wie die „Gelenkfolie“ für Gehbehinderte von Maria Brasch. Durch analoges Denken übertrug sie technologische Optionen aus der Robotik und kombinierte sie mit den künftigen Möglichkeiten der Neurophysiologie. Ihr Kommilitone Phillip Wienczowski kreierte ein Mehr-Generationenhaus mit einer Gebäudeausrüstung, die die Sicherheit der alten Menschen in Unfallsituationen erhöht. Sensoren im Fußboden melden Stürze und Auffälligkeiten schon bei unregelmäßigen Bewegungsmustern. Einen anderen Ansatz wählte Tina Lochner. Sie recherchierte die neuen Fahrer-Assistenzsysteme in Autos und suchte nach Einsatzmöglichkeiten in Rollatoren, um Sicherheit und Komfort zu erhöhen. So könnte ein GPS-System die Orientierung bei beginnender Altersdemenz verbessern. Die Französin Marieke Guffroy hatte die Idee eines Wearable Computers, der für ältere Menschen in Frankreich die Komplexität der sechs Notrufnummern durch Ikonizität als Simplifizierung verständlich umsetzt. Ein Umnutzungskonzept leerstehender Grundschulen zum „Wohlfühl-Wohnen“ war Leitgedanke von Fabienne Bohländer. Basis ihrer Überlegungen war der Trend des zunehmenden Zuzugs älterer Menschen in die Stadt. Und hier bieten sich Grundschulen wegen ihrer guten Anbindung an urbane Infrastrukturen an. Katharina Beier kreierte ein wöchentlich wechselndes „Social Life“-Programm, in dem alten Menschen sowohl Unterhaltung als auch Beschäftigung geboten wird. Ein Medienfenster mit Videotelefonie, Memory-Touchscreen und digitalem Fotoalbum vor einem in den Fußboden integrierten Laufband war die Idee von Frauke Hettinger. Felicitas Reisert dagegen erdachte ein On-Demand-Servicekonzept, welches bei der Bewältigung von beschwerlichen Alltagserledigungen Unterstützung bietet. Und eine praktische Aufstehhilfe als orthopädisches Hilfsmittel war der Konzeptansatz von Stefanie Pengilly.
Prof. Kern
Der Lehrende als Coach – Prof. Dr. Ulrich Kern bei der kritischen Begleitung der studentischen Prozesse und Ergebnisse im Design Thinking (Foto: Maria Brasch)

Erst den Menschen verstehen, dann Ideen entwickeln
Zur Methodik des Design Thinking-Prozesses gehört die eingehende Auseinandersetzung mit der Nutzungssituation der betroffenen Menschen. So suchten sich die Studierenden aus ihrem Bekannten- oder Familienkreis eine Einzelperson oder eine Zweier-Lebensgemeinschaft aus, die sie als prototypische Vertreter der Zielgruppe untersuchten. Die Studierenden begleiteten die betreffenden Personen in ihrem Alltag und beobachteten, welche Schwierigkeiten in alltagstypischen Situationen in ihrer Wohnumgebung auftauchen. Die Erkenntnisse aus den Beobachtungen waren Grundlage für Interviews, die mit ihrer Zielgruppe zu führen waren. Dokumentiert wurden diese „Erlebnisse“ per Foto, Video und Notizen. Sekundärerhebungen durch „Desk Research“ und thematische Recherchen im Internet sicherten die Ergebnisse ab und waren Basis der Ideenentwicklung.
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Simon Hohmann2

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