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Hessische Kultusministerin Nicola Beer gratuliert zum Studienstart der Brüder-Grimm-Berufsakademie Hanau

Hessens jüngste Berufsakademie begeht Akademische Feier auf Schloss Philippsruhe Hanau

21.09.2012
Wenn in Hanaus guter Stube, auf Schloss Philippsruhe, gefeiert wird, ist es ein besonderer Anlass. So auch diesmal, als Hessens jüngste Berufsakademie ihre erste Akademische Feier ausrichtete. Im historischen Ambiente des Barockschlosses ging es aber nicht um den Glanz der Vergangenheit, sondern um jede Menge Zukunft: Begrüßt wurden die ersten Studierenden, die Mitte August 2012 ihr duales Studium an der Brüder-Grimm-Berufsakademie Hanau (BGBA) aufgenommen haben. Sie studieren Designmanagement, ergänzt um die berufliche Ausbildung im Metallbilden. Damit beginnt für sie ein neuer Lebensabschnitt, der akademisches Lernen und berufliche Praxis vereint. Eine Verbindung von Studium und gestalterisch-handwerklicher Ausbildung, die im Design einmalig und nur in Hanau zu haben ist.

Kein Tag wie jeder andere
Ebenso beginnt für Hanau mit der frisch gegründeten Berufsakademie ein neues Kapitel. Wie stolz die Stadt darauf ist, jetzt „Hochschulstandort“ zu sein, zeigte das Kommen der zahlreichen Gäste aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Bildung. Ihnen allen war bewusst, dass es kein Tag wie jeder andere war. Hatte doch Hanau über viele Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte –wie der BGBA-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Ralf-Rainer Piesold erläuterte – vergeblich versucht, sich im tertiären Bildungsbereich zu verankern. Gelungen war dies jetzt endlich in 2012 mit Gründung der Brüder-Grimm-Berufsakademie in strategischer Kooperation mit der Staatlichen Zeichenakademie Hanau.
Kultusministerin Nicola Beer Hessens Kultusministerin Nicola Beer bei ihrem Grußwort anlässlich der Akademischen Feier der BGBA am 21.09.2012. Sie gratulierte zur gelungenen Kooperation zwischen Berufsakademie und Zeichenakademie Hanau.

Kultusministerin Nicola Beer: „Eine Kooperation mit Nutzen für beide Seiten“
Von einem „sehr schönen Tag“ sprach daher auch Nicola Beer, Hessens Kultusministerin, in ihrem Grußwort. Sie hatte es sich nicht nehmen lassen, persönlich zur Akademischen Feier zu kommen und zu gratulieren. Welch „langen Weg“ die Hanauer bis zu „ihrer“ Brüder-Grimm-Berufsakademie zurückgelegt hatten, wusste sie nur zu gut. Hatte doch das Kultusministerium als Träger der Staatlichen Zeichenakademie den Weg aktiv begleitet und manches Hindernis aus dem Weg geräumt. Nicola Beer begrüßte daher ausdrücklich die Verbindung, die die traditionsreiche Institution mit der städtischen Neugründung eingegangen ist. Eine Kooperation sei gelungen, die beiden Seiten nutze, und an der das Land gerne mitwirke, so die Kultusministerin. Schließlich könne sich so die „weltbekannte Zeichenakademie“ dem allgemeinen Akademisierungstrend im Bildungswettbewerb stellen. Umgekehrt komme der Brüder-Grimm-Berufsakademie die lange Tradition gestalterischer Ausbildung an der Zeichenakademie für ihre Ziele im Designbereich zugute. Eine solche Verbindung suche ihresgleichen, zumal der „akademische Anspruch“ mit einer „wirtschaftlich vertretbaren Lösung“ einhergehe. Nicola Beer gratulierte der Stadt zu dieser besonderen „Jumelage“ und wünschte den Studierenden Spaß und Erfolg an der Brüder-Grimm-Berufsakademie Hanau.
Dr. Piesold Im barocken Ambiente auf Schloss Philippsruhe in Hanau begrüßte Dr. Ralf-Rainer Piesold, Aufsichtsratsvorsitzender und Stadtrat, die ersten Studierenden der BGBA, deren Familien und weitere Ehrengäste.

Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Ralf-Rainer Piesold: „Viel Potenzial für weitere Entwicklung“
Wie entscheidend die Unterstützung des hessischen Kultusministeriums für die Brüder-Grimm-Berufsakademie Hanau gewesen ist, hob Dr. Ralf-Rainer Piesold in seiner Begrüßung der Gäste hervor. Der im Jahr 2010 geschlossene Kooperationsvertrag zwischen Land und Stadt hatte Signalwirkung für das erneute Bemühen um den „Hochschulstandort“ Hanau. Zuvor hatte Hanau – obwohl sechstgrößte Stadt Hessens mit erheblicher Wirtschaftskraft – lange Zeit das Nachsehen, während die Städte ringsum mit eigenen Hochschulen zum Zuge kamen. Dass Hanau nun doch noch seine „Erfolgsstory“ vorweisen könne, sei neben dem Projektteam um Erika Schulte, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Hanau und der BGBA gGmbH, auch vielen Unterstützern und Mitstreitern zu verdanken. Ausdrücklich erwähnte der Stadtrat das Hessische Wirtschaftsministerium und das Wissenschaftsministerium, ebenso die private Steinbeis-Hochschule, die heute Mitgesellschafter der Berufsakademie ist. In gemeinsamer Anstrengung sei es gelungen, den so „lang existierenden weißen Flecken in der Bildungslandschaft Hessens“ zu beseitigen, fasste Dr. Piesold mit Stolz zusammen. Dabei sieht er die beiden ersten Design-Studiengänge der BGBA aber nur als Startpunkt, wie er betonte. Die hessische Kreativwirtschaft biete viel Potenzial für die weitere Entwicklung der jungen, aber ehrgeizigen Brüder-Grimm-Berufsakademie Hanau.
Prof. Dr. Ulrich Kern

Akademieleiter Prof. Dr. Ulrich Kern: „Design als dynamische Disziplin der Kreativwirtschaft“
Das Stichwort Kreativwirtschaft griff der Gründungsakademieleiter der BGBA, Prof. Dr. Ulrich Kern, auf. In der dynamisch wachsenden Branche sei Design als kreative und wertschöpfende Disziplin ein wichtiger Schrittmacher. In seinem Festvortrag stellte der Designer und Hochschullehrer den Gästen sein „kleines Design-Alphabet“ vor - eine unorthodoxe, aber anschauliche Definition von Design und dessen Bedeutung für Menschen und Märkte. Er buchstabierte den Begriff durch, angefangen bei D wie Dynamik über E wie Emotion und S wie Schönheit bis hin zu I wie Imagination, G wie Geschäft und N wie Networking. Prof. Kern, der die konzeptionelle Entwicklung der beiden BGBA-Studiengänge wesentlich geprägt hatte, zeigte den bunten und vielfach vernetzten Kosmos von Design auf. Einer Disziplin, die mit „Menschen und ihren Begehren, mit ihren Träumen und Sehnsüchten“ zu tun habe, genauso mit Wirtschaft, leistungsstarken Unternehmen und ihren attraktiven Angeboten. Als kreative Vermittler seien Designer mehr und mehr gefordert in einer dynamisch wachsenden Kreativwirtschaft, die sich zum größten Wirtschaftsmotor Europas in den nächsten zwanzig Jahren entwickeln werde - so immerhin die Prognose der Europäischen Kommission.

Ein Geschenk mit Symbolkraft
„Eine neue Institution wie die Brüder-Grimm-Berufsakademie braucht auch eine Verbindung zur Vergangenheit“. Mit diesen Worten kündigte Hans-J. Wiegleb, Alt-Präsident des Zentralverbands der Deutschen Goldschmiede, Silberschmiede und Juweliere e.V., ein Geschenk von historischem Wert an. Stellvertretend für die BGBA nahm Prof. Kern das ganz besondere Präsent entgegen: die Originalsatzung der „Akademieschüler Vereinigung Cellini“ von 1952 mit Couleurband und Anstecknadel, die zurückgeht auf Harald P. Etheimer. Vor Jahrzehnten in Hanau entstanden, kehrten die Originale jetzt wieder an ihren Ursprungsort zurück. Neun Schüler der „Königlichen Zeichenakademie“ waren es übrigens, die 1892 die „Akademieschüler Vereinigung Cellini“, benannt nach dem berühmten Goldschmiedemeister des Mittelalters, gründeten. Und neun Studierende sind es heute, die im ersten BGBA-Studienjahr Designmanagement studieren. Vielleicht nur Zufall – vielleicht aber auch ein Zeichen, wie eng Vergangenheit und Zukunft aufeinander verweisen: Junge Institution trifft Tradition. Oder wie Prof. Kern ein bekanntes Bonmot zitierte: „Zukunft braucht Herkunft“.
Bewerbungsfrist 2018

Ihre BGBA-Ansprechpartner:

Simon Hohmann2

Prof. Nicole Simon
Akademieleiterin

Elke Hohmann
Geschäftsführerin

„Duale Studiengänge in Produktgestaltung, Designmanagement und Innovationsmanagement – das gibt es nur in Hanau. Hier haben Sie die Chance, doppelt zu punkten: mit Berufsausbildung und Bachelor-Examen. Wir beraten Sie gerne!“

Studierendensekretariat
Tel. 06181 – 6764640

Mail
studierendensekretariat@bg-ba.de

E-Mail

Termine Mappenberatungen (donnerstags):
25.01.18 um 15:00 Uhr
22.02.18 um 14:00 Uhr
29.03.18 um 14:00 Uhr

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