Auf ins akademische Semester!

Die BGBA-Studierenden haben ihre erste Praxisphase erfolgreich beendet – Studienkonto im Plus

Präsentation von Marieke Guffroy Die Studierende Marieke Guffroy bei ihrer Präsentation. Sie hatte sich handwerklich insbesondere von der Technik des Niello, gestalterisch von Sol LeWitt inspirieren lassen.

22.10.2012
Sägen, Feilen, Löten – zehn Wochen lang stand die praktische Ausbildung im Metallbilden für die Studierenden im Vordergrund. Nun haben sie ihre erste handwerkliche Phase in den Werkstätten der Zeichenakademie abgeschlossen und damit zugleich die ersten ECTS-Punkte in ihrem dualen Studium einkassiert. ECTS steht für das European Credit Transfer System. Das Wortungetüm bezeichnet ein europaweit einheitliches Bewertungssystem studentischer Leistung. Die Punkte sind die „Währung“, die für studentische Leistung „gezahlt“ und die dem Bachelor-Konto gutgeschrieben wird. Dass die akademische Währung nicht inflationär ausgezahlt, sondern an realer Leistung gemessen wird, können die Studierenden im dualen BGBA-Studiengang Designmanagement nur bestätigen. Nach einem straffen Arbeitspensum in der Praxisphase hatten sie zum Auftakt des akademischen Semesters eine erste Modulprüfung abzulegen. Nichts weniger wurde erwartet als der Transfer des praktisch Erlernten auf theoretische Zusammenhänge. Denn schließlich handelt es sich um ein duales Studium, das handwerkliche Praxis und akademisches Studieren auf einen Nenner bringt.
Brieföffner von Phillip Wienczowski Der Studierende Phillip Wienczowski hatte einen Brieföffner entwickelt, der nach eigener Zielsetzung „anspruchsvoll im Design sein und gut in der Hand liegen sollte“.

Intelligenz von Hand und Kopf gefragt
Am Beispiel eines selbst gestalteten und gefertigten Objekts stellte jeder Prüfling vor, worauf es in der vergangenen Praxisphase angekommen war – angefangen bei grundlegenden Techniken über den Umgang mit Werkzeugen bis hin zur ersten selbstständigen gestalterischen Idee und ihrer handwerklichen Umsetzung. Ein eigenes „Werkstück“ wie Brieföffner oder Silberring bereits präsentieren zu können, erfüllte die Studierenden zu Recht mit Stolz. Waren sie doch erst vor kurzem ins kalte Wasser gesprungen und hatten die Arbeit in einer Werkstatt von Grund auf gelernt. Durchhalten war angesagt: „Es ist wichtig weiter zu machen. Das Ergebnis zählt. Auch wenn es anfangs schwer ist und man verzweifeln könnte“, so Felicitas Reisert, die berichtete, wie ihre Leistung und Zuversicht mit den gestellten Anforderungen gewachsen sind. Sie und ihre Kommilitonen stellten ihr selbst gefertigtes Objekt als Ergebnis zum Anfassen vor, ebenso den Entwicklungsprozess mit dem Entwerfen und Verwerfen, dem Probieren, Bewerten und Entscheiden. Auf dieses Zusammenspiel von Machen und Denken, von Konzipieren und Argumentieren kam es den Prüfern der BGBA an. Zählt doch im Design und im Designmanagement die Intelligenz von Hand und Kopf gleichermaßen.

Produkte und ihre Aussagen
Von welchen Ideen sich die Studierenden bei ihrem ersten Konzept und Entwurf leiten ließen, war eine wichtige Frage. Die Antworten zeigten, dass jede Gestaltung eine Aussage trifft, sich einordnet in eine Vorstellungswelt von Formensprache und Ästhetik. Ein Prozess, der zunächst oft unbewusst bleibt, aber in einem künstlerisch-wissenschaftlichen Studium bewusst zu reflektieren, einzuordnen und zu beschreiben ist. So verwies das Kolloquium am Ende der ersten Praxisphase bereits auf die anstehenden Themen und Herausforderungen des akademischen Semesters – ein Kennzeichen dualen Studierens.

Vom Unikat zum Serienprodukt
Aber auch der Einblick, den die Studierenden in betrieblich-praktische Zusammenhänge gewonnen hatten, war ein wichtiges Thema. Zu erläutern war zum Beispiel der Unterschied zwischen handwerklicher Fertigung und industrieller Herstellung. Generell wurden Fragen von Arbeitsplanung und Wirtschaftlichkeit, von Funktionalität und Effizienz angeschnitten. „Es ist wichtig, einzelne Arbeitsschritte im Vorfeld zu organisieren“, betonte Tina Lochner. „Das Projekt durchläuft immer wieder einzelne Phasen. Die Planung verschafft den nötigen Überblick.“ Eine wichtige Erkenntnis, die ihre Kommilitonen bestätigten.

Plattform für professionelles Üben
Aber nicht nur der gestalterische Arbeitsprozess war gut zu planen, sondern auch die schriftliche Dokumentation und mündliche Präsentation. Denn schließlich übernehmen Designmanager/innen häufig die Regie in komplexen Projekten. Sie müssen verbalisieren, kommunizieren und präsentieren können. So waren alle Studierenden gut präpariert erschienen und präsentierten überzeugend ihre Ergebnisse. Kein Wunder, dass alle Prüflinge mit einem dicken Plus nun in das akademische Semester starten. 6 Punkte weist jedes Studienkonto auf.

An dem Kolloquium nahmen erfolgreich teil: Katharina Beier, Fabienne Bohländer, Maria Brasch, Marieke Guffroy, Frauke Hettinger, Tina Lochner, Stefanie Pengilly, Felicitas Reisert, Phillip Wienczowski.

Bewerbungsschluss für WS 2018

Designmanagement und Produktgestaltung
15.02.2018

Innovationsmanagement
31.03.2018

Ihre BGBA-Ansprechpartner:

Simon Hohmann2

Prof. Nicole Simon
Akademieleiterin

Elke Hohmann
Geschäftsführerin

„Duale Studiengänge in Produktgestaltung, Designmanagement und Innovationsmanagement – das gibt es nur in Hanau. Hier haben Sie die Chance, doppelt zu punkten: mit Berufsausbildung und Bachelor-Examen. Wir beraten Sie gerne!“

Studierendensekretariat
Tel. 06181 – 6764640

Mail
studierendensekretariat@bg-ba.de

E-Mail

Termine Mappenberatungen (donnerstags):
25.01.18 um 15:00 Uhr
22.02.18 um 14:00 Uhr
29.03.18 um 14:00 Uhr

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