logo
badge

Per 3D-Druck zur stählernen Satellitensteuerdüse

Studierende der Brüder-Grimm-Berufsakademie Hanau zu Besuch bei Heraeus

Gedruckte Metallprodukte
Tim Protzmann zeigt den Studierenden gedruckte Metallprodukte (Foto: BGBA, Alexander Hirsch)
Studierende der dualen Studiengänge Designmanagement und Produktgestaltung an der Brüder-Grimm-Berufsakademie (BGBA) konnten Mitte September im Rahmen einer Exkursion zum Hanauer Technologiekonzern Heraeus einen detaillierten Blick auf die neuesten Entwicklungen im Bereich des 3D-Druckens werfen. Die Exkursion erfolgte im Rahmen eines Praxisprojektes des Studienmoduls Markendesign unter Leitung von Dozentin Ariane Schwarz, gemeinsam mit Alexander Hirsch vom Studienmodul Presse- und PR-Arbeit sowie Erika Schulte von der Hanau Wirtschaftsförderung GmbH und Doris Krüger Röth, Stadt- und Regionalentwicklerin für die Stadt Hanau, die das Projekt als Kooperationspartner finanziell, inhaltlich und organisatorisch unterstützten.

Mit der Exkursion zu Heraeus hatten die Studierenden Gelegenheit, einem Global Player und Pionier im Bereich der Materialtechnik über die Schulter zu schauen - bzw. genaugenommen einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Erklärung des Herstellungsprozess des 3D-Metalldruckens
Alexander Elsen erklärt den Herstellungsprozess des 3D-Metalldruckens (Foto: BGBA, Ariane Schwarz)

Schicht für Schicht in die Zukunft
Dr. Jörg Wetterau, verantwortlich für Technologiekommunikation bei Heraeus, gab den Studierenden zunächst eine kurze Einführung zum weitverzweigten Portfolio von Heraeus. Der Technologiekonzern ist ein führendes Unternehmen im Bereich der Materialtechnik und forscht intensiv an der Entwicklung von Innovationen für zahlreiche Industrien. So finden sich Materialien von Heraeus weltweit in Katalysatoren oder Smartphones wieder, aber auch im größten Teilchenbeschleuniger der Welt am Kernforschungszentrum CERN in Genf.

Ein relativ junger Forschungsbereich ist der 3D-Druck, eine Technologie, die seit Jahren in aller Munde ist und allerorts die Fantasie beflügelt. Das besondere des 3D-Drucks bei Heraeus ist der Einsatz von hochschmelzenden Edelmetallen für den Druck, während die „konventionellen“ 3D-Drucktechnologie mit Kunststoffen arbeiten. Alexander Elsen und Tim Protzmann, Mitarbeiter im neuen Heraeus Start-Up „3D-Druck“ führten die Studierenden durch die Labore des 3D-Testcenters. Hier werden mit einem speziellen Verfahren Metalle wie beispielsweise Platin geschmolzen, verstäubt und zu Pulvern verarbeitet, die sozusagen als „Tinte“ für die 3D-Drucker dienen.

Laser statt Fräse
Im Produktionsbereich konnten dann anschließend die verschiedenen Drucktechniken bestaunt werden. Auf Basis eines Computermodells schmilzt in einem der Verfahren der Drucker per Laser schrittweise tausende von Schichten des Metallpulvers, so dass am Ende die gewünschte Form „wie von Geisterhand“ entsteht. Heraeus arbeitet hierbei eng mit anderen Technologieunternehmen zusammen, um die Möglichkeiten des 3D-Drucks zu erkunden.
Unter der Lupe enthüllt sich die Präzision der gedruckten Metallfigur.
Unter der Lupe enthüllt sich die Präzision der gedruckten Metallfigur. (Foto: BGBA, Ariane Schwarz)

Ein Anwendungsbereich sind beispielsweise Steuerdüsen von Satelliten, die aus Platinlegierungen gefertigt werden. Hier spielt der 3D-Druck seine Vorteile voll aus. Im Gegensatz zu anderen Verfahren - wie der Zerspanung oder dem Fräsen - entsteht beim 3D-Druck praktisch kein Ausschuss. Es wird exakt das Material verbraucht, das für das jeweilige Objekt benötigt wird. Gerade bei wertvollen Edelmetallen lohnt sich dieses Verfahren. Da Heraeus in dem Forschungsbereich hauptsächlich die erforderlichen Materialbeschaffenheiten erkundet, konnten die Studierenden einige eher ungewöhnliche Objekte bestaunen. So war live zu beobachten, wie die Drucker Schicht für Schicht eine Schachfigur sozusagen „zum Leben erweckten“.

Metallverarbeitung 2.0
Die Studierenden des 5. Semesters sind mit den klassischen Bearbeitungstechniken für Metall mittlerweile schon bestens vertraut, absolvieren sie doch im Rahmen ihres dualen Studiums eine Metallbildner- oder Goldschmiedeausbildung an der Staatlichen Zeichenakademie Hanau. Sie zeigten sich entsprechend beeindruckt von den erweiterten Möglichkeiten, die mit dem 3D-Metalldruck einhergehen – auch wenn die Anwendung im Arbeitsalltag derzeit eher noch Zukunftsmusik ist.

Nach Ansicht von Ariane Schwarz illustriert diese Exkursion den Ausbildungsansatz der BGBA: „Mit Praxisprojekten und Exkursionen zu Technologie- und Designunternehmen verfolgt die BGBA konsequent das duale Studien-Prinzip, d.h. die Verbindung von akademischer Lehre mit hohem Praxisbezug. Am Ende des derzeitigen Praxisprojektes verfügen die Studierenden entsprechend nicht nur über das notwendige akademische und berufliche Know-how, sondern auch über spannende Erfahrungen in konkreten Anwendungsbereichen von Industrie und Wirtschaft.“
Bewerbungsfrist 2018

Ihre BGBA-Ansprechpartner:

Simon Hohmann2

Prof. Nicole Simon
Akademieleiterin

Elke Hohmann
Geschäftsführerin

„Duale Studiengänge in Produktgestaltung, Designmanagement und Innovationsmanagement – das gibt es nur in Hanau. Hier haben Sie die Chance, doppelt zu punkten: mit Berufsausbildung und Bachelor-Examen. Wir beraten Sie gerne!“

Studierendensekretariat
Tel. 06181 – 6764640

Mail
studierendensekretariat@bg-ba.de

E-Mail

Termine Mappenberatungen (donnerstags):
25.01.18 um 15:00 Uhr
22.02.18 um 14:00 Uhr
29.03.18 um 14:00 Uhr

Eignungsfestellung - Hinweise zur Mappe

Sie können den Newsletter per E-Mail abonnieren oder herunterladen

Newsletter

ZEvA Logo


Akkreditiert durch

Logo Duales Studium Hessen

Duales Studium Hessen -
Partner im Qualitätsnetzwerk

Hessenloewe Hmwvl Esf Logo

Gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds