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Designstudierende staunen über den Stadtumbau

Das 5. Semester auf Stadtrundgang durch die neue Innenstadt

Begrüßung der Studierenden durch Herrn Niemeyer
Uwe Niemeyer von der Stadt Hanau begrüßt die Studierenden des 5. Semesters der Brüder-Grimm-Berufsakademie Hanau (Foto: BGBA)
Bei strahlendem Sonnenschein machte sich eine Gruppe aus 22 Studierenden des 5. Semesters der Brüder-Grimm-Berufsakademie Hanau (BGBA) zusammen mit ihrer Dozentin Ariane Schwarz auf den Weg, um im Rahmen eines Stadtrundgangs das neue Hanau zu erkunden.
„Viele unserer Studierenden kommen von außerhalb und sind mit Hanau wenig vertraut“, erläuterte die Dozentin. „Wir möchten Ihnen einen Eindruck von der Entwicklung geben, die die Stadt in den letzten Jahren vollzogen hat.“
Begleitet wurde die Gruppe von Uwe Niemeyer, Mitarbeiter im Team Stadtumbau der Stadt Hanau, der als erste Station das Kinopolis ansteuerte. Für alle Studierenden, die Hanau nicht von früher kannten, hatte Niemeyer für jeden Haltepunkt großformatige Fotos vorbereitet, die die Situation jeweils vor der Umgestaltung zeigten. In diesem Fall war es die alte Feuerwache, die einem modernen Großkino mit zugehörigem Parkhaus gewichen ist. „Unser altes Kino am Freiheitsplatz war in die Jahre gekommen und einer Stadt mit mehr als 90.000 Einwohnern nicht mehr angemessen“, erzählte Niemeyer. Schon hier wurde deutlich, dass die Führung ganz auf die junge Zielgruppe zugeschnitten war: Der Schwerpunkt lag auf allen Aspekten des „Redesigns“, also denen des Umgestaltungsprozesses. Denn genau darum geht es auch in den beiden Studiengängen Produktgestaltung und Designmanagement der BGBA. Die zentrale Frage ist: „Was brauchen und wollen die zukünftigen Nutzer und wie setze ich es um?“

Vor der Wallonisch-Niederländischen Kirche
Uwe Niemeyer erläutert die geplante Umgestaltung an der Wallonisch-Niederländischen Kirche (Foto: BGBA)

Weiter geht es Richtung Französische Allee zur nächsten Etappe, dem Denkmal von Graf-Philipp-Ludwig II von Hanau-Münzenberg, vor der Wallonisch-Niederländischen Kirche. Auf ihn und die Glaubensflüchtlinge aus Frankreich geht die Gründung der Hanauer Neustadt, zahlreicher Manufakturen und der Staatlichen Zeichenakademie Hanau zurück. Die Zeichenakademie ist der strategische Partner der BGBA, an der die Studierenden der BGBA parallel zu Ihrem Studium ihre Goldschmiede- oder Metallbildnerausbildung absolvieren. Auch hier erklärte Niemeyer die Planungen der Stadt: „Die Gebäude rings um diesen Platz sind alle in den 50er Jahren errichtet worden, hatten sehr kleine Räume mit Kohleheizung und waren daher nicht mehr zeitgemäß.“ Nach dem Abriss der obsoleten Gebäude, entstünden dort jetzt moderne, helle und qualitativ hochwertige Wohneinheiten im Herzen der Stadt.

Auf dem Marktplatz, dem nächsten Haltepunkt, berichtete Niemeyer begeistert: „Hier pulsiert das Leben, hier finden Hessens schönster Wochenmarkt und der traditionelle Weihnachtsmarkt statt. Die Neugestaltung und die neuen gastronomischen Angebote beleben diesen Ort noch mehr!“ Das oberste Ziel dabei: freie Blickbeziehungen aus den Straßen. Denn durch zahlreiche Platzaufbauten und technische Anlagen sei dieses lebhafte Zentrum Hanaus früher nicht richtig zur Geltung gekommen.

Weiter ging es durch die Hammerstraße zum Freiheitsplatz. Spätestens hier lohnte sich das Mikrofon, das Niemeyer umgehängt hat, denn ansonsten wäre er in dem Trubel rund um das gut besuchte Einkaufs- und Kulturzentrum Forum Hanau sicher nicht zu verstehen gewesen.
Vor dem Forum Hanau
Uwe Niemeyer erläutert die Entstehung des neuen Gebäudekomplex des Forums (Foto: BGBA)

Auf diesem größten Platz Hanaus, genau in der Mitte von fünf aneinandergereihten Plätzen der Innenstadt, ist ein beeindruckendes neues Quartier entstanden, das die Hauptrolle bei der weitreichenden Neu- und Umgestaltung der Brüder-Grimm-Stadt spielt. Prägnanter Neubau ist der Gebäudekomplex des Forums. Hier vereinen sich Einkaufs- und Kulturerlebnis, und es ist einer der Hauptanlaufpunkte für Bürger und Touristen entstanden. Niemeyer machte auf die vielen Gebäude im Umfeld dieses neuen Komplexes aufmerksam, die umfassend renoviert wurden. „Eines meiner Lieblingsgebäude ist das Kammgebäude“, schwärmte er. „Es steht unter Denkmalschutz – sehen Sie sich bewusst die Schaufenster an – diese Rahmen sind den 50er Jahren nachempfunden, sie fertigt in Deutschland nur noch ein Hersteller.“

Im Anschluss lief die Gruppe zum südlichen Bereich des früher als Parkplatz und Busbahnhof genutzten Platzes und bewunderte die auffallend hohe lange Bank mit ihrer durchgehenden Rückenlehne, die den südlichen Platzrand säumt. Als Sitzplatz sei diese ähnlich beliebt, wie es die lehnenlosen Bänke am Nordrand und die runden auf der Finanzamtseite sind, weiß Niemeyer zu berichten. Von hier habe man einen wunderbaren Blick über den Platz, der durch das Oppenheim-Denkmal, die Paillettenschirme und den aus 34 Düsen sprudelnden Brunnen charakterisiert wird. „Wasser als belebendes Element für den neuen Freiheitsplatz wünschten sich Kinder und Jugendliche, die 2011 als „Junge Stadtplaner“ ihre Ideen für einen kinderfreundlichen Stadtumbau entwickelten“, erklärte Niemeyer. Dieser Anregung habe die Stadt Folge geleistet.

Durch die Gasse des Forums ging es weiter in die Marktstraße, die in die Hanauer Altstadt führt. Die Aufenthalts- und Verweilqualität am Altstädter Markt soll durch verschiedene Baumaßnahmen verbessert werden und für neue Belebung in der Altstadt sorgen, erläuterte Niemeyer. So wurden rund um den Platz auf der Erdgeschossebene neue Ladenfronten gebaut, die in Kürze mit Geschäften und Gastronomieangeboten belegt sein werden.

Den Abschluss des Stadtrundgangs bildete der Schlossplatz, der aktuell fast vollflächig als Parkplatz genutzt wird – und damit wenig repräsentativ ist. „Das soll sich ändern – insgesamt soll der Schlossplatz wieder als ein echter Platz erlebbar sein, sich repräsentativ in Szene setzen und eine hohe Aufenthaltsqualität bieten“, schloss Niemeyer unter dem Applaus der beeindruckten Teilnehmer seine Ausführungen.
Einig waren sich die Studierenden darin, dass sie eine außergewöhnliche Führung erlebt hatten. Den Vorher-Nachher-Kontrast hätte man sich so ohne weiteres nicht vorstellen können! Die Aufbruchsstimmung in Hanau sei deutlich zu spüren.
Bewerbungsfrist 2018

Ihre BGBA-Ansprechpartner:

Simon Hohmann2

Prof. Nicole Simon
Akademieleiterin

Elke Hohmann
Geschäftsführerin

„Duale Studiengänge in Produktgestaltung, Designmanagement und Innovationsmanagement – das gibt es nur in Hanau. Hier haben Sie die Chance, doppelt zu punkten: mit Berufsausbildung und Bachelor-Examen. Wir beraten Sie gerne!“

Studierendensekretariat
Tel. 06181 – 6764640

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studierendensekretariat@bg-ba.de

E-Mail

Termine Mappenberatungen (donnerstags):
25.01.18 um 15:00 Uhr
22.02.18 um 14:00 Uhr
29.03.18 um 14:00 Uhr

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