18.05.2026
17:00 - 19:30
Stadthof Hanau, Agora
Manche körperlichen oder mentalen Beeinträchtigungen sind auf den ersten Blick nicht erkennbar. Menschen mit neurodivergenten Profilen, psychischen oder neurologischen Erkrankungen, chronischen Leiden oder Sinnesbeeinträchtigungen begegnen im Alltag häufig strukturellen Hürden, die weder baulich noch unmittelbar sichtbar sind.
Diese Unsichtbarkeit stellt uns als Gesellschaft vor besondere Herausforderungen: Wie können wir aufmerksam und respektvoll miteinander umgehen, wenn nicht alle Bedürfnisse offensichtlich sind? Für viele Betroffene bedeutet dies, dass eine gleichberechtigte Teilhabe am „normalen“ Alltag nicht selbstverständlich ist.
Gemeinsam wollen wir diesen Fragen nachgehen:
• Wie können wir sensibler mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen umgehen?
• Welche Konzepte und Ansätze fördern echte Inklusion?
• Welche Rolle kann Design dabei spielen, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen?
Die Gastreferentin Rebecca Lefèvre und Studierende des 4. Semesters geben Impulse zum Umgang mit sichtbaren und unsichtbaren Behinderungen.
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, die Vorträge zu verfolgen und sich bei Interesse an der Diskussion zu beteiligen. Infos dazu unten.
Programm:
17:00 Uhr Eintreffen, kleiner Snack und Getränke
17:15 Uhr Begrüßung, Vorstellung, geplanter Ablauf, Hinweise
17:25 Uhr Rebecca Lefèvre Vortrag (45 Minuten)
18:10 Uhr Beantwortung von Fragen aus dem Publikum
18:20 Uhr Präsentation aus dem Modul „Universal Design“ unter der Leitung von Helena Kiefer
18:40 Uhr Offene Fragen, Diskussion
Ausklang, Get-Together (bis max. 19:30 Uhr)
Details zur Veranstaltung:
1. Vortrag:
Rebecca Lefèvre ist eine deutsche Aktivistin, Referentin und Projektleiterin, die sich für Neurodiversität, Inklusion und die Sichtbarkeit nicht‑sichtbarer Behinderungen einsetzt. Sie ist selbst Autistin mit ADHS und wurde vor allem durch das Projekt „Stille Stunde“ bekannt, das reizarme Einkaufszeiten in Supermärkten fördert – besonders hilfreich für Menschen mit Autismus, ADHS, Long Covid oder Migräne.
Sie ist Mitgründerin des Vereins „gemeinsam zusammen e.V.“ Der Verein setzt sich für gesellschaftliche Teilhabe, Nachhaltigkeit und Sensibilisierung für unsichtbare Behinderungen ein. https://www.stille-stunde.com
2. Vortrag:
Im Modul „Universal Design“ beschäftigen sich Studierende des 6. Semesters praxisnah mit der Frage, wie Produkte, Räume und digitale Angebote so gestaltet werden können, dass sie für möglichst viele Menschen zugänglich, verständlich und nutzbar sind. Ziel ist die Entwicklung eigener Entwürfe im Kontext des Universal Design.
In kurzen Elevator Pitches präsentieren die Studierenden ihre Arbeiten, die unter der Leitung von Helena Kiefer entstanden sind. Die Projekte zeigen ein breites Spektrum – von Essbesteck für Menschen mit motorischen Einschränkungen über Stühle zur Stressregulation bis hin zu Aufstehhilfen, die sich harmonisch ins Wohnumfeld integrieren.
Die Ergebnisse machen deutlich, wie Design konkret dazu beitragen kann, Barrieren abzubauen und Teilhabe zu ermöglichen.
Wichtige Hinweise:
Die Veranstaltung findet im EG des Stadthofs, in der Agora, statt
Parkmöglichkeiten direkt in der Nähe, z.B. Parkhaus am Markt
Es sind verschiedene Sitzplätze vorhanden, teils lockere Bestuhlung: Stühle, Treppe, Sitzkissen. Für Rollstuhlnutzende geeignet. Möglichkeit zum Positionswechsel und Räume können jederzeit verlassen werden.
Es werden Fotos und Videoaufnahmen gemacht. Wer das nicht möchte, kann Bescheid geben. Es gibt eine Video-Dokumentation von der Veranstaltung, die im Nachgang geteilt wird.
Kontakt bei Fragen: studierendensekretariat@bg-ba.de